Museen und Kunst

"Laura", Giorgione - Beschreibung des Gemäldes



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Laura - Giorgione. 41 x 34 cm

Das Porträt eines unbekannten dunkelhaarigen Mädchens, Laura, ist Giorgiones einziges genau datiertes Werk. Wenn wir nichts über Heroin wissen, woher kommt der Name Laura? Das Wortspiel ist alles schuld, und die Idee dieses Meisters der byzantinischen Renaissance wurde von Leonardo Da Vinci ausspioniert. Hinter dem Rücken der Heldin stellte der Meister einen Lorbeerbaum dar, daher der Name: Lorbeer - Laura.

Viele Forscher reagierten aufmerksam auf das Porträt und versuchten herauszufinden, wer dieser Fremde war. Es wurde die Meinung geäußert, dass das Gemälde die berühmte Liebhaberin von Petrarca, Laura de Nov, darstellt, aber es ist bekannt, dass sie blond war, und auf dem Porträt sehen wir eine süße Brünette. Es gibt auch eine Meinung, dass Laura ein kollektives Bild ist oder Giorgione ein Porträt einer Kurtisane gemalt hat (zumal die häufigsten Pseudonyme für Mädchen mit einer ähnlichen Aktivität Lauuretta und Laura waren). Zur Verteidigung dieser Hypothese kann die Tatsache dienen, dass Giorgione ein bekannter Liebhaber von Liebesfreuden war (laut Vasari). Und noch eine Nuance: Es waren die Kurtisanen, die dem Körper Outfits mit Fell vorzogen. Auf dem Bild sehen wir, dass die Heldin solche Kleider trägt.

Wenn wir das Bild mit anderen Werken dieser Zeit vergleichen, können wir feststellen, dass das Porträt recht bescheiden ist. Die Komposition des Bildes ist nicht besonders innovativ, aber die Farbe sorgt im Gegenteil für brennendes Interesse.

Viele Forscher vergleichen gerne den Stil von Giorgiones Schreiben in dieser Arbeit mit dem Stil von Leonardo - explizite Abschwächung von Übergängen aufgrund von Mitteltönen, schwarzen und weißen Elementen, die dem „Leonardo“ -Sfumato usw. ähneln.

Auf den ersten Blick wirkt das Mädchen auf dem Bild rustikal: ein rundes Gesicht mit geschwollenen Wangen, eine Frisur mit gleichmäßigem Scheitel, eine große Nase. Der hartnäckige Blick, die leicht gespitzten Lippen und der willensstarke Charakter der Heldin, den Giorgione einfangen konnte, verändern jedoch radikal ihre Haltung ihr gegenüber.

Giorgione stellte seine Heldin auf einen schwarzen Hintergrund, nur der Lorbeerbaum bringt eine Art Wiederbelebung, aber dadurch wirkt Lauras Haut noch weißer und das Bild wird zerbrechlicher. Man kann sich vorstellen, dass dieses Mädchen einmal romantisch und naiv war, bis die Lebensumstände ihren Charakter milderten. Das Kopftuch bedeckt den Kopf des Mädchens, während der transparente Stoff beiläufig auf Lauras sehr offenen Ausschnitt fällt, wie eine Schlange, die sich um ihre Brust wickelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Pelzmantel - sattes Rot, Weinfarbe vervollständigt die schlanke Komposition.

Nachdem Sie alles im Detail untersucht und studiert haben, sind Sie schließlich davon überzeugt, dass Laura schön ist, und Sie seufzen nur vor Bewunderung und Betrachtung dieser makellosen Schönheit ...