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"Wahrsagerin mit Kerze", Kiprensky - Beschreibung des Gemäldes



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Wahrsager mit Kerze - Orest Adamovich Kiprensky. 64 x 51 cm

Das Gemälde „Wahrsagerin mit Kerze“ verweist auf die reife, bereits voll ausgebildete Schaffensperiode des anerkannten Porträtmalers Orest Adamovich Kiprensky. Diese Zeit ist eng mit den letzten Lebensjahren des Künstlers verbunden. Kiprensky verbrachte die letzten acht Jahre in Italien und kehrte nach vielen Jahren in Russland und langen Prüfungen in diese sonnigen, fruchtbaren Länder zurück.

Ein Porträt wurde in Neapel gemalt und gilt als eine Art Skizze, eine Suche nach einem Bild für die künstlerische Leinwand "Tiburtinskaya Sibylle". Der Künstler selbst beschrieb seine Arbeit als Suche nach den richtigen Farben und als Versuch, die Beleuchtung unter Beschuss zu untersuchen. In Briefen nannte Kiprensky das Bild "Der Zauberbinder bei Kerze", dann "Junge Zigeunerin bei Kerzenlicht, die auf den Karten rät".

Die Skizze war erfolgreich. Wenig später wiederholte der Meister in der „Sibyl Tiburtina“ den Charakter, das Lichtspiel und die Pose der Heldin, doch das Porträt einer jungen Zigeunerin blieb für das breite Publikum berühmter.

Mit einem präzisen und geschickten Pinsel stellte der Künstler einen jungen Zigeuner dar, der mit einer Kerze auf Karten riet. Das Mädchen sitzt am Tisch und stützt sich auf ihre Hand. Vor ihr steht eine lange Kerze auf einem spontanen Sockel einer Vase und ein Buch, unter das ein Kartenspiel achtlos geworfen wird. Durch die Dunkelheit sticht dank des falschen Lichts der Flammenzunge das dunkle, saubere Gesicht des Wahrsagers hervor, auf dem riesige, dunkle Augen hell und lebendig leuchten. Die ganze Bandbreite der Gefühle spiegelt sich in ihrem Gesicht wider und quält das unruhige Herz und die Gedanken der Zigeunerin. Die Schönheit wird von Fragen gequält, auf die sie Antworten zu finden versucht und die in das Flammenspiel blicken. Kiprensky beschrieb skurril und unglaublich subtil die innere Welt eines leidenschaftlichen, jungen Zigeuners, der in die unbekannte Zukunft blickte.

Das Porträt wurde von Graf Dmitri Nikolajewitsch Sheremetev gekauft. Derzeit ist die „Wahrsagerin mit Kerze“ im Russischen Staatsmuseum St. Petersburg ausgestellt.


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